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Franz Wolfmayr leitet als Vizepräsident von EASPD die Abschlussdiskussion zum Thema Informelles Lernen im Sitzungssaal des Europarats. Links: Mag. Venerand Erkinger (Mosaik GmbH), rechts: Mag. Gun B. Nilsson (Handikappförwaltningen, Götheburg).Etwa 140 TeilnehmerInnen aus 32 Europäischen Ländern nahmen teil

Di. 25. Sep. 2007, 07:59

Europäische Konferenz über die Umsetzung der UN Konvention in Arbeit und Beschäftigung

Die Steirische Behindertenhilfe arbeitet an der Umsetzung der UN Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung Konferenz im Europarat in Straßburg 20 -21 SEPTEMBER 2007, STRASSBURG

Seit mehr als zehn Jahren steht die Behindertenpolitik der Europäischen Union für die Inklusion der Menschen mit Behinderung auf dem “normalen” Arbeitsmarkt. Die UN Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung, die im Dezember 2006 in der UN Vollversammlung beschlossen wurde, betont ebenso die Bedeutung der Inklusion der Menschen mit Behinderung auf dem offenen Arbeitsmarkt.

Diese Aufgabe, richtige Arbeit mit normalen Gehältern umzusetzen, hat auf der politischen Ebene starke Unterstützung erfahren, DOCH die Umsetzung in den Europäischen Staaten hatte bisher nur begrenzten Erfolg. Die Beschäftigungsraten von Menschen mit Behinderung auf dem offenen Arbeitsmarkt sind lt. einer Studie der OECD in ganz Europa, nicht nur in Österreich, weiterhin auf einem unakzeptabel niedrigen Niveau. Die Herausforderung, Menschen mit Behinderung in Arbeit zu bringen, ist heute ein vielschichtiges Problem und erfordert rasche Maßnahmen!

Die Steirische Behindertenhilfe, vertreten durch Franz Wolfmayr und Mag. Venerand Erkinger von der Mosaik GmbH aus Graz, haben gemeinsam mit dem Europäischen Dachverband EASPD (Europea Association of Service Providers for Persons with Disabilities) im Gebäude des Europarats in Straßburg eine zweitägige Konferenz mit veranstaltet. Soziale Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung haben mittlerweile große Bedeutung für Europa, werden hier doch nur im Raum der EU 8 Millionen DienstnehmerInnen beschäftigt. EASPD vertritt 8.000 Dienstleistungsorganisationen in 32 Europäischen Staaten.

Im Gebäude des Europarates wurden unter Beteiligung des Europarats und zuständiger Abteilungen der EU Kommission innovative Ansätze zur besseren Integration von Personen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt präsentiert:

1. Conversion, ein Leonardo da Vinci Projekt (2005-2007) beschäftigte sich mit besseren Möglichkeiten, den Übergang von speziellen Behindertenwerkstätten zur innovativen Beschäftigung auf dem offenen Arbeitsmarkt zu gestalten. Das Projekt entwickelte Trainingmaterial für eine drei Zielgruppen,

a. Training für das Betreuungspersonal,

b. für die Menschen mit Behinderung selbst und

c. für das Management (Change Management Module).

EASPD und Die Steirische Behindertenhilfe stehen für die Umsetzung der UN Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung durch qualitativ hochwertige Dienstleistungen quer durch Europa und durch die beste Ausbildung des Personals auf allen Ebenen.

2. Gemeinsam mit Conversion, wurden die Ergebnisse eines weiteren EU Projekts, nämlich “Infomelles Lernen in sozialen Unternehmen” ebenfalls von Leonardo da Vinci finanziert (2005-2007) präsentiert. Die Leitung dieses Projekts lag in den Händen von Mag. Venerand Erkinger (Mosaik GmbH, Graz). Jede/r hat die Erfahrung gemacht: Nach einer formellen Ausbildung werden sehr rasch die informellen Lernprozesse wichtig. Bereits nach vier Jahren hat die formelle Ausbildung nur mehr eine 20%ige Bedeutung für das Berufsleben.

Lebenslange Kompetenzen durch informelles Lernen bietet zahlreiche Ergebnisse und hilfreiche Materialien, wie dieses in Betrieben planvoll gestaltet werden kann.

Die Konferenz im Gebäude des Europarats in Straßburg fand am 20. und 21. September 2007 statt. 150 TeilnehmerInnen aus 32 Europäischen Staaten haben unterschiedliche Strategien in der Entwicklung sozialer Dienstleistungen entwickelt und politische Forderungen an die Vertretung des Europarats und der Europäischen Kommission gerichtet.

Mehr Information über die Veranstaltung, die Projekte und die Ergebnisse können Sie auf der neuen Webseite zur Arbeit und Beschäftigung www.employmentforall.eu oder auf der Webseite von EASPD erhalten www.easpd.eu.